Life Channel – DankBAR: Tagebuch der Dankbarkeit

2016 ist das Jahr das Dankbarkeit. Dies wird nicht nur von Kirchgemeinden und christlichen Organisationen umgesetzt, sondern im privaten Bereich auch von Familien und Einzelpersonen.

Jan Cookman, regelmässiger Hörer von Radio Life Channel, führt auf Facebook ein Dankbarkeits-Tagebuch.

 

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Life Channel – DankBAR: Jahr der Dankbarkeit offiziell zu Ende

Christen in Deutschland und in der Schweiz haben 2016 zum Jahr der Dankbarkeit erklärt. Mit kreativen Worten und Taten haben Einzelpersonen und Organisationen der Dankbarkeit Ausdruck verliehen.

In der Schweiz geht das Jahr mit dem Dank-, Buss- und Bettag offiziell zu Ende. Doch natürlich soll Dankbarkeit auch darüber hinaus ausgelebt werden.

Mit Stefan Gerber, Schweizer Leiter der Initiative Jahr der Dankbarkeit, blicken wir zurück.

Christen danken Parlamentariern für Arbeit und Engagement

Besonderen Dank richteten einen Gruppe Christen aus der EFG Bern und einer Gebetsgruppe aus der Bundesverwaltung an die Parlamentarier Regula Rytz (Grüne) und Albert Rösti (SVP).

Jesus.ch berichtet

 

Interview mit Stefan Gerber über den Fortgang der Initiative

Radio Berner Oberland hat im Rahmen des „Chilchestübli“ Stefan Gerber, den Schweizer Geschäftsstellenleiter des Jahres der Dankbarkeit, über den Fortgang der Initiative befragt. Hier hören Sie das Interview.

Pfarrer Philipp Kohli (EFG Bern): Wie unsere Seele zum Stimmungsmacher wird

Was macht mich dankbar? Worüber können wir als Kirche oder Gemeinde danken? Und: Wie lernt man, dankbar zu sein? Pfarrer Philipp Kohle und die EFG Bern gehen das Thema kreativ an. Lesen Sie jetzt den ganzen Bericht, der in idea Spektrum veröffentlicht wurde:

ideaSpektrum-Schweiz

Freikirche in Bern: Mehr als 1.000 Mal Danke!

Die Berner Freikirche EFG lässt das Jahr der Dankbarkeit durch kreative Aktionen lebendig werden: An der Dankessäule wurden bereits über 1’000 Post-It-Zettel mit einem persönlichem Dank angeheftet. EFG-Pastor Philipp Kohli plant während des ganzen Jahres Dankes-Aktionen.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier:

http://www.jesus.ch/magazin/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/285562-kinder_lassen_ihr_herz_sprechen_danke_lieber_gott_fuer_meine_geschwister.html

Interview mit Roland Strejcek: „Ich wollte glauben können wie meine Frau“

Die Initiative www.Glaube.at aus Österreich ist Partner des Jahres der Dankbarkeit. Unter Leitung von Helmut Herscht (Missionsleitung IM Österreich) sind drei Interviews zum Thema Jahr der Dankbarkeit geführt worden. Hier lesen Sie das Interview mit Roland Strejcek.

 

Glaube.at: Lieber Roland, schön, dass wir heute zusammen sein dürfen. Den Anlass liefert das „Jahr der Dankbarkeit“. Zuerst zu deiner Tätigkeit im Immobilienbereich. Wie bist du dazu gekommen?

Roland Strejcek: Die EDV interessierte mich nicht mehr so sehr. Die große Spannung war vorbei. Ich hielt damals Seminare im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und suchte eigentlich einen Job für meine Frau. Das brachte mich auf den Immobilienbereich. Irgendwann kam ich zu dem Ergebnis: Wenn das Ganze so vielversprechend ist, könnte ich es doch gleich selbst beginnen. Das tat ich dann auch.

Glaube.at: Welche Herausforderungen begegnen dir in diesem Beruf?

Roland Strejcek: Man braucht Geduld und die Fähigkeit, Tiefschläge zu verkraften. Oft bewegt man sich zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Entweder man verkauft ein Objekt oder eben nicht. Dazwischen gibt es nichts. Deshalb braucht man viel Geduld für Menschen und muss komplizierte Sachverhalte oft einfach erklären.

Glaube.at: Dir ist nach eigenen Angaben der christliche Glaube sehr wichtig. Wie kam es dazu?

Roland Strejcek: Der endgültige Schritt geschah in einer Krisensituation. Aber es gibt eine Vorgeschichte: Meine Frau fand zuerst zum Glauben an Gott, nachdem sie einen Traum gehabt hatte. Darin sah sie sich in einer langen Menschenschlange stehen und musste dann an einer Gabelung wählen: „Gehe ich rechts oder links?“ Sie spürte, dass es sich hier um die wesentliche Entscheidung handelte: „Gehe ich zu Gott, oder gehe ich verloren?“ An dem Tag begann sie ein Leben mit Jesus. Ich selbst war zu dieser Zeit beruflich viel unterwegs. Ich dachte, meine Frau sei einfach mit der Familie überfordert, und konnte ihren Wandel nicht einordnen. Ich kam zu dem Schluss, ich müsste mich wohl mehr um sie kümmern. Dann würde das schon wieder werden …

Glaube.at: Wie ging es weiter?

Roland Strejcek: Die Sache wurde noch skurriler. Wir besuchten die Mutter meiner Frau, die aus Tschechien stammt. Sie hatte an diesem Tag gerade Besuch von einem Pastor, der damals in der Tschechoslowakei noch geheim im Untergrund arbeitete. Das war noch zu Zeiten des Eisernen Vorhanges. Meine Frau war sofort begeistert und betete mit dem Pastor dafür, dass sie bei uns in Österreich eine geeignete Kirchengemeinde finden würde. Für mich war das alles sehr seltsam. Ich saß allein daneben mit meinem Bier (lacht).

Glaube.at: Was geschah dann?

Roland Strejcek: Es wurde immer schräger. Wieder zu Hause, besuchte meine Frau unsere Nachbarin und erzählte ihr, dass sie sich für ein Leben mit Gott entschieden hätte. Zu ihrem Erstaunen hatte die Nachbarin dasselbe getan! Auch sie hatte soeben zum Glauben an Jesus Christus gefunden. Sie hatte Kontakt zu einer gläubigen Frau aufgebaut, die im sechsten Stock unseres Hauses lebte. Das Merkwürdigste aber war: Diese Frau aus dem oberen Stock hatte unserer Nachbarin erzählt, dass sie einen Traum über mich und meine Frau gehabt hätte!

Glaube.at: Das ist in der Tat abenteuerlich! Was hat sie von euch geträumt?

Roland Strejcek: Sie hatte in dem Traum die gesamte Situation gesehen, die wir bei meiner Schwiegermutter erlebt hatten! Sie „sah“ meine Frau und dass sie viele Fragen über den Glauben hatte, weiters den „Untergrund-Pastor“ und sogar den großen Hund der Familie! Es war unglaublich. Meine Frau traf sich daraufhin ebenfalls mit der Frau aus dem sechsten Stock. Für sie waren all diese Vorkommnisse die Bestätigung, dass Gott am Wirken war. Sie war so aufgeregt und begeistert.

Glaube.at: Und dieses Feuer ist dann auf dich übergesprungen? 

Roland Strejcek: Ich wollte so glauben können wie meine Frau, aber zugleich war es mir suspekt. Als Techniker tat ich mir schwer mit dem Glauben. Ich hatte mich auch mit fernöstlichen Religionen beschäftigt. Meine Firma wurde zu dieser Zeit an einen Konzern verkauft. Daher wollte ich mich mit ein paar Kollegen selbstständig machen. Wir hatten aber das Problem, dass Lieferanten absprangen. So wussten wir nicht mehr, wie es weitergehen sollte. Meine Frau empfahl mir in dieser Krise, mit einem Pastor zu sprechen, der wie wir in Korneuburg wohnte und oft gute Tipps hatte. Er hätte an dem Tag in Ungarn predigen sollen. Aber meine Frau „bekniete“ ihn und sagte, er solle unbedingt hier bleiben, da ich an ebendiesem Tag zu Gott finden würde …! Er ließ sich überzeugen zu bleiben und mit mir zu sprechen. Das führte noch an dem Tag tatsächlich zu meiner Umkehr zu Gott. Es war für mich ein „Nachhause kommen“. Ein großer Grund für Dankbarkeit!

Glaube.at: Wofür genau bist du Gott dabei dankbar?

Roland Strejcek: Er hat uns einfach mit viel Geduld geführt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich fand durch eine Notsituation zum Glauben. Anders hätte es bei mir wahrscheinlich nicht funktioniert. Ich hätte mich wohl von mir aus nicht demütigen können. Auf diese Weise habe ich die große Güte Gottes gesehen.

Glaube.at: Wie wirkt sich der christliche Glaube auf dein heutiges Leben aus?

Roland Strejcek: Er zieht sich durch alle Bereiche. Beruflich hat man als Makler sowieso den Ruf, dass man nicht so ganz ehrlich ist. Man soll aber in allen Lebensbereichen Christ sein, nicht nur am Sonntag im Gottesdienst.

Glaube.at: Wenn du auf dein bisheriges Leben zurückblickst, wofür bist du Gott am meisten dankbar? 

Roland Strejcek: Für meine Errettung – für die Gewissheit, von Gott angenommen zu sein. Und für meine gesamte Familie. Wir haben vier Kinder, eines mit einer Behinderung. Wir haben in so vielen Dingen Gottes Liebe erlebt.

Glaube.at: Gibt es etwas in deinem Leben, das du als Wunder seitens Gottes bezeichnen würdest?

Roland Strejcek: Hier gab es einige Situationen. Ich wurde wie durch ein Wunder von einem Unfall bewahrt, als ich einen Sekundenschlaf hatte. Ich fuhr schlafend von der Autobahn und wachte dann auf. Das war ein Vorgeschmack für mich, kurz bevor ich zum Glauben fand. Eine andere besondere Situation ergab sich, als wir ein Haus suchten. Die damaligen Häuser waren kaum erschwinglich. Meine Frau hatte diesen großen Wunsch und war überzeugt, dass Gott ein Wunder bewirken kann. Wir fanden tatsächlich ein tolles Haus, allerdings war es für uns um 30.000 Euro zu teuer. Meine Frau rief trotzdem den Verkäufer an, erfuhr aber, dass das Haus bereits vergeben war. Als es zwei Monate später wieder in den Anzeigen erschien, fragten wir ungläubig nach. Es handelte sich tatsächlich um „unser“ Haus. Der Käufer hatte die Anzahlung von 30.000 Euro geleistet, verschwand dann aber, weil er das restliche Geld nicht aufbringen konnte. So kamen wir zu unserem Haus, und das mit unseren finanziellen Möglichkeiten.

Glaube.at: Nun seid ihr aber kürzlich ins Burgenland übersiedelt. Aus welchem Anlass?

Roland Strejcek: Vor zwei Jahren erfuhr ich, dass in Eisenstadt eine Kirchengemeinde gegründet werden sollte. Ich fand das zwar gut, sah es für uns aber nicht als bedeutsam an. Ich konnte mir vorstellen, in den geistlichen Dienst zu gehen, habe mich dabei aber nicht im Burgenland gesehen. Kurz darauf gab es eine Veranstaltung der Evangelischen Allianz in Eisenstadt. Da unser Wiener Pastor verhindert war, fuhr ich hin. Und bei diesem Besuch „redete“ Gott zu mir. Ich spürte, dass ich hierher gehörte. Meine Urgroßeltern hatten darüber hinaus bereits einen Bauernhof im Burgenland gehabt, den sie verschenkten. Diese Erzählungen aus meiner Kindheit fielen mir wieder ein. Gott gab mir auf diese Weise zu verstehen, dass ich für das Burgenland einen besonderen Segen habe. Einen Segen, der über Generationen geht. Man kann sich Segen zwar nicht verdienen, aber die Voraussetzungen dafür sind in meiner Familie erfüllt worden. Hier soll also unser Platz sein. Und so schließt sich die Geschichte.

Glaube.at: Wenn du nun an unsere Leser denkst: Welchen Tipp möchtest du ihnen fürs Leben mitgeben?

Roland Strejcek: Wenn Jesus etwas zu dir sagt, dann tu es!

Das Interview führte Helmut Herscht.

http://www.glaube.at/aktuelles/neuigkeiten/roland-strejcek-ich-wollte-glauben-koennen-wie-meine-frau/

 

Interview mit Franz Wimberger: „Vom Lotterleben zum Gotterleben“

Die Initiative www.Glaube.at aus Österreich ist Partner des Jahres der Dankbarkeit. Unter Leitung von Helmut Herscht (Missionsleitung IM Österreich) sind drei Interviews zum Thema Jahr der Dankbarkeit geführt worden. Hier lesen Sie das Interview mit Franz Wimberger.

 

Glaube.at: Lieber Franz, du bist als Unternehmer mit WimbergerHaus seit Jahrzehnten im Hausbau bekannt, und das nicht nur in Oberösterreich. Wie kam es dazu?

Franz Wimberger: Ich war Berufsschullehrer in Freistadt für Maurer und Betonbauer und habe dann beschlossen, mein eigenes Haus zu bauen. Mit Hilfe der Familie und meinen Kenntnissen konnten wir es schnell fertigstellen, und danach das Haus meiner Schwägerin. Das war die Geburtsstunde unseres Unternehmens. Große Firmen haben sich damals noch nicht um den Privathausbau gekümmert. Das war die große Chance für uns.

Glaube.at: War dieser Weg für dich familiär vorgezeichnet?

Franz Wimberger: Nein, gar nicht. Ich komme aus einer Bauernfamilie, ebenso meine Frau. Wir haben bei null begonnen. Der Wunsch, mich selbstständig zu machen, war jedoch schon immer in mir drinnen.

Glaube.at: Der christliche Glaube ist dir in deinem Leben sehr wichtig. Welche „Vorgeschichte“ gibt es bei dir dazu?

Franz Wimberger: Unser Unternehmen ist damals sehr schnell gewachsen. Wir hatten bald hundert Mitarbeiter und waren sehr erfolgreich. Es gibt ja das Sprichwort: „Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er aufs Eis tanzen.“ Das hat auf mich genau zugetroffen. Ich habe begonnen, Nachtclubs zu besuchen, und dabei die Beziehung zu meiner Frau zerstört. Die Auswirkungen auf meine Gesundheit waren auch katastrophal. Zu all dem war ich knapp davor, auch beruflich alles wieder zu verlieren. Als ich von meiner Frau schon sechs Monate getrennt war, lernten wir ein gläubiges Unternehmer-Ehepaar kennen. Dafür sind wir rückblickend sehr dankbar. Wir trafen drei wichtige Entscheidungen: Wir haben Jesus Christus als unseren Erlöser angenommen. Wir haben uns gegenseitig alle Verfehlungen vergeben. Und wir begannen zu beten, auch für Heilung. Das Wort Gottes, die Bibel, hat unser Denken verändert. Nicht von heute auf morgen, aber Schritt für Schritt. Ich hatte einige schwere Erkrankungen: Alkoholprobleme, Morbus Bechterew und sogar Krebs. Ich bin Gott sehr dankbar, dass die Veränderung noch rechtzeitig kam. Das war vor 23 Jahren.

Glaube.at: Wie wirkt sich der christliche Glaube heute in deinem Leben aus?

Franz Wimberger: Ich bin Gott dankbar, da sich durch den Glauben meine Gesundheit, meine Ehe und sogar mein Unternehmen verbessert haben. Wenn sich jemand verändert, verändert sich auch die Umgebung. Ich war bis dahin ein Patriarch; alles musste seinen Weg über meinen Schreibtisch nehmen. Doch dann habe ich in meiner Firma einen partnerschaftlichen Führungsstil eingeschlagen. Das ist auch der Bibel viel näher. So konnte sich alles zum Positiven verändern. Die lebendige Beziehung zu Jesus ist hier immer wieder wesentlich. Ich konnte nicht glauben, dass Gott auch etwas von der Geschäftswelt versteht! Das war neu für mich. In meinen Jahren als gläubiger Unternehmer habe ich dann Gott bei all meinen Entscheidungen einbezogen. Wenn ich auf diese Weise Freude und Frieden empfunden habe und mein Entschluss mit der Bibel übereingestimmt hat, dann bin ich auch in die richtige Richtung gegangen.

Glaube.at: Konntest du bei deinen Mitarbeitern auch eine Veränderung feststellen?

Franz Wimberger: Ich habe nie versucht, ihnen meinen Glauben überzustülpen. Sie konnten aber erkennen, dass meine Frau und ich uns verändert hatten, ebenso die zweite Führungsebene. Wie Mutter Teresa bereits sagte: „Was wir leben, spricht viel lauter als das, was wir sagen.“ Wir lernten durch unseren Glauben auch, liebesfähig zu werden. Wenn man die Mitarbeiter mag, dann gehen sie auch mit den Kunden gut um. Ich mag meine Mitarbeiter. Sie sind mir wichtiger als Umsatz und Gewinn.

Glaube.at: Seit Oktober 2015 läuft das Jahr der Dankbarkeit im deutschsprachigen Raum. Es soll zugleich eine Möglichkeit bieten, das bisherige Leben Revue passieren zu lassen. Wofür bist du Gott am meisten dankbar?

Franz Wimberger: Für Jesus, der meine ganze Schuld ans Kreuz getragen hat. Ich bin dankbar, dass ich durch ihn frei sein kann und auch errettet bin. Ich habe meinen ganzen Ballast an Schuld wie einen schweren Rucksack einfach abwerfen können. Dadurch fühle ich mich frei und erlöst. Ich bin auch sehr dankbar für meine Frau. Sie ist ein Geschenk von Gott. Durch die Beziehung mit dem Schöpfer habe ich das erst erkannt. Ich bin dankbar, dass Gott einen Plan für mein Leben hat und dass ich als Bauunternehmer in meine Berufung gekommen bin. Und ich bin für die vielen begeisterten Kunden dankbar. Sie sind nicht selbstverständlich. Wir lassen niemanden im Stich.

Glaube.at: Gab es auch Situationen, die du heute als Wunder seitens Gottes bezeichnen würdest?

Franz Wimberger: Es ist ein Wunder für mich, dass wir überhaupt die Entscheidung für Gott treffen konnten und auf diese Weise einen Neubeginn machen konnten, obwohl alles so zerbrochen war. Meine gesundheitliche Entwicklung ist ein Wunder. Ich hatte zehn verschiedene Symptome, einschließlich einer schweren Depression und Burnout. Seit zwanzig Jahren brauche ich keine Tabletten mehr. Wenn wir Gott bitten, dann hilft er uns auch.

Glaube.at: Du bist seit vielen Jahren auch aktiv in der „Chapter-Arbeit“ tätig. Was ist das genau?

Franz Wimberger: Im deutschsprachigen Raum nennt sie sich auch „Geschäftsleute des vollen Evangeliums“. Vor sechzig Jahren gründete ein armenischer Bauer diese Arbeit in Amerika. In rund 7.000 Hotels der Welt erzählen Menschen regelmäßig ihre Lebensgeschichte, wie ihr Leben war und wie es sich durch den christlichen Glauben verändert hat. Wir sind keine Kirche, sondern eine Laienbewegung. Hier kommen Menschen aller Konfessionen zusammen und werden zu einer Beziehung mit Gott ermutigt. Heute gibt es die Treffen in Österreich bereits in mehreren Bundesländern.

Glaube.at: Worauf möchtest du einmal in höherem Alter zurückblicken? Wie möchtest du gelebt haben?

Franz Wimberger: Das ist eine sehr gute Frage. Ich möchte, dass Gott einmal sagt, dass ich ein Nachfolger Jesu war und dass ich vielen Menschen von Jesus Christus erzählt habe. Es ist mein brennender Wunsch, dass viele Menschen auf der ganzen Welt eine Gottesbeziehung durch Jesus finden. Ich möchte, dass ganz Österreich eine lebendige Beziehung mit Jesus kennen lernt.

Glaube.at: Im christlichen Glauben spielt auch das Thema „Geben“ eine wesentliche Rolle. Welche Beziehung hast du dazu?

Franz Wimberger: Es ist ein wichtiges Thema für mich. Bis zu meiner Unternehmenskrise hatte ich es jedoch nicht wirklich erfasst. In der Bibel ist zu lesen: Was man sät, das wird man ernten. Auch mein Vater sagte als Bauer bereits: „Wenn man nur die Hälfte aussät, kann man nicht viel ernten.“ Es ist wichtig, dass wir vom Nehmer zum Geber werden. Ich habe auch begonnen, in Südamerika Wasserleitungen zu bauen. Es war sehr schön, diese Freude der Menschen zu sehen. Am härtesten in meiner Entwicklung war für mich, von meinem Ego frei zu werden. Wenn wir vielen Menschen helfen, auch Mitarbeitern, dann fällt das im Guten auf uns selbst zurück. Hier müssen wir frei werden. Das Geld kommt, wenn wir unser Herz für die Probleme der Menschen öffnen. Verdienen kommt vom Dienen. Ich wünsche mir, dass Menschen beginnen, Projekte zu unterstützen, so wie euren Dienst von IM Österreich.

Glaube.at: Welchen Tipp möchtest du unseren Lesern fürs Leben mitgeben?

Franz Wimberger: Beziehungen sind für uns Menschen am wichtigsten. Das betrifft die Ehe, die Beziehungen zu Kunden und zu allen Menschen, mit denen wir zu tun haben. Vor allem aber betrifft es die Beziehung zu Gott. Damit wir fähig werden zu lieben und mit allen Menschen eine gute Beziehung aufzubauen, ist eine lebendige Beziehung mit Jesus das Allerwichtigste.

Glaube.at: Herzlichen Dank für die Einblicke in dein Leben!

Das Interview führte Helmut Herscht.

http://www.glaube.at/aktuelles/neuigkeiten/franz-wimberger-vom-lotterleben-zum-gotterleben/

 

Interview mit Prof. Mascher: „Die Neugier treibt mich an“

Die Initiative www.Glaube.at aus Österreich ist Partner des Jahres der Dankbarkeit. Unter Leitung von Helmut Herscht (Missionsleitung IM Österreich) sind drei Interviews zum Thema Jahr der Dankbarkeit geführt worden. Hier lesen Sie das Interview mit Prof. Hermann Mascher.

 

Glaube.at: Lieber Hermann, vielen Dank für die Einladung nach Baden bei Wien. Wenn man sich bei euch umsieht, entdeckt man einige interessante „Instrumente“. Was macht ihr hier genau?

Prof. Hermann Mascher: Ich habe diese Firma (Pharm-Analyt) vor knapp 30 Jahren gegründet. Wir haben uns darauf spezialisiert, den Bereich zwischen Pharmazie und Medizin zu beleuchten. Das dient vor allem der Entwicklung von Medikamenten. Unsere Aufgabe besteht darin, die Konzentration von Medikamenten in Blut, Harn und Gewebe nachzuweisen.

Glaube.at: Es handelt sich also um eine sehr spezielle chemische Forschung? 

Prof. Hermann Mascher: Wir verwenden Chemie, aber viel mehr noch Physik. Mit unseren High-Tech-Geräten weisen wir kleinste Mengen von Medikamenten im Blut nach. Das hilft zu analysieren, wie lange Medikamente im Blut bleiben, und hilft letztlich bei ihrer Dosierung für den Patienten.

Glaube.at: War dieser berufliche Weg für dich in irgendeiner Weise vorgezeichnet? 

Prof. Hermann Mascher: Nein, gar nicht. Nach einer Zeit im Internat in Salzburg habe ich beschlossen, dass ich eine Lehre machen möchte. So kam es, dass ich in Kundl (Tirol) die Lehre zum Chemielaboranten begann, ohne zu wissen, was da genau auf mich zukam. Zusätzlich besuchte ich nach meinem Lehrabschluss das Abendgymnasium in Innsbruck, um die Matura nachzuholen.

Glaube.at: Was verschlägt einen Tiroler nach Niederösterreich? 

Prof. Hermann Mascher: Meine Frau. Ich habe sie in einem christlichen Begegnungszentrum in Klaus (Oberösterreich) kennen gelernt. Sie kam aus Wien, und so bin ich dann nach Wien übersiedelt. Wir haben geheiratet und zogen nach zwei Jahren nach Traiskirchen, da es dort günstige Wohnungen gab. Wir waren damals ja arm wie Kirchenmäuse.

Glaube.at: Wir haben vorhin schon deinen Beruf angesprochen. Was gefällt dir an ihm besonders?

Prof. Hermann Mascher: Ich finde es spannend, dass wir mit unserer Forschung so nahe an der Wirklichkeit dran sind. Neugier ist eines der treibenden Elemente in meinem Leben. Ich habe deshalb auch viel veröffentlicht. Als Mensch sehe ich mich als guten Hirten, der seinen Mitarbeitern vorangeht. Mir ist hier wichtig, ein „Schafhirte“ mit Vorbildfunktion zu sein und kein „Kuhhirte“, der andere antreibt. Der Glaube spielt für mich auch hier herein. Er hat mir auch geholfen zu wissen, dass ich immer wieder neu anfangen kann.

Glaube.at: Du hast deinen christlichen Glauben erwähnt. Er spielt in deinem Leben eine besondere Rolle. Wie kam es dazu? 

Prof. Hermann Mascher: Ich bin wie wohl fast jeder Tiroler römisch-katholisch aufgewachsen. Ich war zwar kirchlich geprägt, hielt aber nicht viel davon und war weder wirklich dafür noch dagegen. Ein besonderes Erlebnis meiner Jugend brachte für mich hier den Umschwung. Ich hatte eines Abends den Zug versäumt und musste zwölf Kilometer nach Hause gehen. Da schüttete ich Gott mein Herz aus und wusste von dem Tag an, dass ich mein Leben ändern musste. Andere Christen im Jugendkreis halfen mir dabei. So kam es, dass ich ein engagierter Christ wurde. Ich freue mich heute, wenn Gottes Anliegen zum Zug kommen.

Glaube.at: Wie wirkt sich der Glaube in deinem heutigen Leben aus? 

Prof. Hermann Mascher: Es gab hier verschiedene Phasen. Ich begann vor langer Zeit, meine Geschäftspartner auf den christlichen Glauben hinzuweisen, indem ich das Thema im richtigen Moment ansprach oder ihnen eine Broschüre zusandte. Zudem bestärkte mich meine Frau darin, mit ihr gemeinsam Jugendkreise zu leiten. In der Folge entstanden dann auch ein Business Breakfast für Führungskräfte und ein christliches Männerfrühstück.

Glaube.at: Gibt es Dinge oder Situationen, für die du Gott in deinem Leben besonders dankbar bist? 

Prof. Hermann Mascher: Ich bin besonders dankbar für meine Frau. Mit ihr hat mein Leben erst so richtig begonnen. Durch sie kam eine ganz neue Dimension in mein Leben, die mir Ausrichtung und Sinn gab. Ich bin auch sehr dankbar für meine drei Kinder und dass sie auf Jesus Christus vertrauen. Zudem bin ich Gott dankbar, dass ich all die Jahre meine Firma haben durfte. Ich habe ein paar gute Freunde und einen Sinn im Leben. Ich weiß, dass ich einmal in Jesu Armen landen werde.

Glaube.at: Hat es in deinem Leben auch schwierige Phasen gegeben, wo du nun im Nachhinein sagen kannst, „hier hat Gott mich durchgetragen“? 

Prof. Hermann Mascher: Mir ging es in vielen Phasen sehr gut. Allerdings war der Anfang unserer Ehe nicht so einfach, da wir bei unserer großen Liebe zueinander etwas anderes erwartet hatten. Als es dann auch in den schwierigen Bereichen anders wurde, konnten wir unsere Ehe noch viel mehr genießen. Vielleicht war es auch gut, dass nicht alles von Anfang an perfekt war. Es gab sogar krisenhafte Knackpunkte, die uns schließlich, nachdem sie gelöst waren, in der Beziehung immens weitergebracht haben.

Glaube.at: Siehst du einen Zusammenhang zwischen dem christlichen Glauben und Dankbarkeit? 

Prof. Hermann Mascher: Natürlich, hier sehe ich einen großen Zusammenhang. Wenn wir kein Gegenüber haben wie Gott, wem sollen wir dann dankbar sein? Ohne Gott würden wir uns nur um uns selbst drehen und uns selbst auf die Schulter klopfen. So eine Lebensweise macht uns aber kaputt, weil sie sinnlos ist und zu keiner wirklichen Zufriedenheit führt.

Glaube.at: Worauf möchtest du in höherem Alter zurückblicken? Wie möchtest du gelebt haben?

Prof. Hermann Mascher: Ich bin sehr zufrieden, wie mein Leben bisher gelaufen ist. Ich konnte mich früh selbstständig machen und habe dabei viel gelernt. Als Selbstständiger muss man sehr diszipliniert sein. Zugleich steht man in der riesigen Gefahr, dass man uferlos wird. Hier hat mir der Glaube an Jesus Christus geholfen, mein Leben zu korrigieren. Ich habe eine Zeit lang 80 Stunden pro Woche gearbeitet, bis ich erkannt habe, dass es so nicht weitergehen kann. Man muss einfach lernen loszulassen.

Glaube.at: Welchen Tipp würdest du unserer Leserschaft gern fürs Leben mitgeben? Welche Eigenschaft soll man deiner Meinung nach als Mensch erwerben? 

Prof. Hermann Mascher: Ein wesentlicher Punkt besteht darin, ehrlich zu sich selbst zu sein. Ich denke, dass jeder Mensch über die eigenen Motive nachdenken muss. Wofür mache ich denn das Ganze, und wofür lebe ich? Gibt es so etwas wie ein Programm für mein Leben? Das sind die Schlüsselfragen im Leben. Man muss das eigene Ego in den Hintergrund stellen, denke ich. Man möchte ja irgendwann sagen können: „Es ist zwar einiges schief gegangen, aber in den Grundzügen bin ich zufrieden, wie mein Leben lief.“ Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ohne den Glauben an Jesus Christus möglich ist. Nur bei Jesus ist Vergebung möglich, und nur durch ihn besteht die Sicherheit, dass Gott uns aus Gnade annimmt. In dieser Frage können die anderen Religionen nicht weiterhelfen. Bei Jesus hingegen finde ich einen Lösungsansatz für die gesamte Menschheit. Deshalb fasziniert er mich so.

Das Interview führte Helmut Herscht.

http://www.glaube.at/aktuelles/neuigkeiten/prof-mascher-die-neugier-treibt-mich-an/

Radio Zürisee sendet einen Beitrag zum Jahr der Dankbarkeit

Den Bericht können Sie unter folgenden Link finden (Schweizer Mundart):

http://www.gott-und-welt.ch/beitraege/jahr_der_Dankbarkeit.mp3/view